Bodenabläufe
Bodenabläufe für Gartenteiche
Für Schwerkraftsysteme in Gartenteichen werden spezielle Bodenabläufe benötigt. Diese finden Sie in verschiedenen Ausführungen im KOI PARADISE Webshop sowie bei uns vor Ort.
Sie haben Fragen zum Teichbau? Unsere Teichbau-Experten helfen gerne weiter. Wir planen auch Ihren ganzen Teich unverbindlich. Nehmen Sie Kontakt auf mit uns.
Bodenablauf ABS 110mm Seitenabgang zum nachträglichen Einbau
umgekehrter Bodenablauf 1 1/2″ IG
Was sollte beim Bodenablauf an Gartenteichen beachtet werden?
Beim Bau eines Teiches mit einem Bodenablauf sollten mehrere wichtige Aspekte beachtet werden, um eine effiziente Funktionalität und langfristige Zufriedenheit zu gewährleisten. Hier sind einige wesentliche Punkte, welche wir immer wieder erwähnen:
- Planung und Design: Überlegen Sie genau, wie groß der Teich sein soll und wie der Bodenablauf dazu beitragen kann, die Wasserqualität zu verbessern. Ein gut geplanter Bodenablauf hilft, Schmutz und Sedimente effektiv zu entfernen. Hier ist die richtige Position aber entscheidend.
- Positionierung des Bodenablaufs: Der Ablauf sollte idealerweise am tiefsten Punkt des Teiches positioniert werden, damit sich Schmutz und Abfallstoffe natürlich dorthin bewegen. Dies erleichtert die Reinigung und Wartung, sowie nochmals wie in Punkt 1 erwähnt, die Effektivität des Ablaufes.
- Größe und Art des Bodenablaufs: Die Größe und das Design des Bodenablaufs sollten auf das Volumen und die Art des Teiches abgestimmt sein. Achten Sie darauf, dass der Ablauf groß genug ist, um effektiv Schmutz und Schlamm aufzunehmen, ohne zu verstopfen. Hier sollte aber auch die Größe der Koi beachtet werden.
- Rohrleitungen und Anschlüsse: Stellen Sie sicher, dass alle Rohrleitungen und Anschlüsse korrekt installiert sind und keine Lecks aufweisen. Verwenden Sie hochwertige Materialien, um langfristige Haltbarkeit zu gewährleisten.
- Filterung und Wasseraufbereitung: Der Bodenablauf sollte an ein geeignetes Filtersystem angeschlossen werden, um das abgeleitete Wasser zu reinigen, bevor es zurück in den Teich geleitet wird. Überlegen Sie, ob ein Mehrkammerfilter oder ein anderes Filtersystem für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.
- Schutz vor Fischverlust: Installieren Sie eine Schutzvorrichtung am Bodenablauf, um zu verhindern, dass Fische und andere Lebewesen in den Ablauf gezogen werden. Dies kann ein Gitter oder ein feinmaschiges Netz sein.
Bodenablauf Koiteich: Funktion und Installation für Optimale Wasserqualität
Ein Bodenablauf ist wahrscheinlich das wichtigste Teil, wenn Sie einen gesunden und klaren Koiteich wollen. Er zieht Schmutz, Futterreste und Fischkot direkt vom Teichboden ab, bevor sich alles zersetzt und das Wasser kippt. Fehlt so ein Bodenablauf, sammelt sich der ganze Dreck am Grund – das führt zu Algen, wenig Sauerstoff und, na ja, kranken Koi.
Wie gut Ihr Koiteich am Ende funktioniert, hängt stark davon ab, wie Sie den Bodenablauf planen und einbauen. Es gibt verschiedene Typen und Systeme – sie unterscheiden sich bei Größe, Material und Leistung. Was Sie wählen, hängt von der Teichgröße, der Anzahl der Fische und auch ein bisschen vom Geldbeutel ab.
Hier finden Sie alles, was Sie über Bodenabläufe im Koiteich wissen müssen. Welche Arten gibt’s, wie berechnet man die richtige Größe, und wie wird das Ganze installiert? Dazu noch Tipps, wie Sie Ihren Bodenablauf mit der passenden Filtertechnik kombinieren und sinnvoll warten.
Bedeutung des Bodenablaufs im Koiteich
Ein Bodenablauf holt Schmutz und Abfall direkt vom Boden und macht das Wasser spürbar besser. Wer einen professionellen Koiteich haben will, kommt um einen Bodenablauf eigentlich nicht herum.
Funktion und Aufgaben eines Bodenablaufs
Der Bodenablauf sitzt ganz unten am tiefsten Punkt Ihres Teichs und nutzt einfach die Schwerkraft, um den Dreck loszuwerden. Alles, was schwer ist – Kot, Futterreste, anderer Kram – sinkt runter und wird dann zum Filter weitergeleitet.
Ohne diesen Ablauf bleibt der ganze Mist einfach liegen, zersetzt sich und bildet übel riechenden Faulschlamm. Dabei entstehen Gase wie Schwefelwasserstoff, die keiner im Teich haben will.
Was macht der Bodenablauf eigentlich?
- Holt Kot und Schmutz regelmäßig raus
- Schickt alles direkt zur Filteranlage
- Verhindert, dass Schlamm entsteht
- Spart Ihnen viel Arbeit bei der Wartung
Normalerweise haben Bodenabläufe einen Durchmesser von 110 mm und werden gleich beim Teichbau eingebaut. Sie laufen mit einer Pumpe, die das schmutzige Wasser absaugt.
Vorteile für Wasserqualität und Teichpflege
Bodenabläufe helfen, die Ammoniakwerte niedrig zu halten, weil der Kot nicht einfach liegen bleibt. Ihre Koi bleiben gesünder, weil sie nicht ständig mit Schadstoffen in Kontakt kommen.
Die Pflege wird deutlich entspannter. Sie müssen nicht ständig den Teich absaugen oder gar komplett leeren.
Das Filtersystem arbeitet effizienter, weil der Schmutz direkt dorthin gelangt. Das spart Strom und die Filtermedien halten länger. Das Wasser bleibt klar, weil sich Sedimente nicht ständig aufwirbeln.
Was bringt’s konkret?
- Bis zu 80% weniger Handarbeit beim Reinigen
- Stabilerer pH-Wert, weil weniger zersetzt wird
- Weniger Nitrit und Nitrat im Wasser
Unterschiede Koiteich, Gartenteich und Schwimmteich
Ein Koiteich braucht mindestens einen Bodenablauf, bei großen Teichen auch mehrere. Koi machen einfach viel Dreck – ohne Ablauf geht’s nicht.
Der normale Gartenteich kommt oft ohne aus. Da leben weniger Fische, und ein Skimmer reicht meistens.
Schwimmteiche setzen oft auf Pflanzen zur Reinigung und brauchen selten einen Bodenablauf. Die Ansprüche sind einfach ganz andere.
| Teichart | Bodenablauf nötig | Anzahl |
| Koiteich | Ja, zwingend | 1-4 je nach Größe |
| Gartenteich | Nein, optional | 0-1 |
| Schwimmteich | Selten | 0 |
Für Koi ist Technik Pflicht, weil sie empfindlich auf schlechtes Wasser reagieren. Ein Bodenablauf gehört einfach dazu.
Arten und Bauformen von Bodenabläufen
Bodenabläufe für Koiteiche gibt’s in mehreren Varianten. Sie unterscheiden sich bei Bauart, Material und wie sie funktionieren. Was am besten passt, hängt von Ihrem Teich und Ihren Wünschen ab.
Standard-Bodenablauf und belüftete Modelle
Der Standard-Bodenablauf ist ein simples Abflusssystem am tiefsten Punkt. Er sammelt Schmutz und Sedimente, ganz ohne Technik, einfach durch Schwerkraft.
Belüftete Modelle gehen einen Schritt weiter: Sie haben ein Luftsystem, das mit einer Pumpe arbeitet. Die Luft bringt Schmutzpartikel gezielt zum Ablauf. Diese Modelle holen mehr raus, gerade bei großen Teichen mit vielen Fischen.
Allerdings brauchen Sie für belüftete Abläufe eine Luftpumpe und müssen ein bisschen mehr warten.
Materialwahl: Edelstahl vs. Kunststoff
Edelstahl-Bodenabläufe halten ewig und rosten nicht. Sie sind robust und die glatte Oberfläche verhindert, dass sich Algen festsetzen.
Kunststoff-Modelle aus PVC oder ABS sind günstiger und leichter einzubauen. Sie reichen für kleine bis mittlere Koiteiche völlig aus, sind UV-beständig und frostfest.
Kurzer Vergleich:
| Eigenschaft | Edelstahl | Kunststoff |
| Lebensdauer | 20+ Jahre | 10-15 Jahre |
| Preis | Hoch | Niedrig |
| Gewicht | Schwer | Leicht |
| Wartung | Kaum nötig | Regelmäßig |
Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt Edelstahl – besonders bei großen Anlagen.
Schwerkraftsystem vs. Pumpsystem
Beim Schwerkraftsystem liegt der Filter unter dem Wasserspiegel. Das Wasser läuft von selbst durch den Bodenablauf zum Filter – ganz ohne extra Pumpe.
Das Pumpsystem braucht eine Pumpe, die das Wasser durch den Ablauf saugt. Sie sind flexibler, der Filter kann auch höher stehen.
Schwerkraftsysteme sind sparsamer und laufen auch bei Stromausfall weiter. Pumpsysteme brauchen mehr Strom, sind aber praktisch, wenn das Gelände kein Gefälle hat.
Bodenablauf für Schwimmteich
Schwimmteiche brauchen spezielle Abläufe, die sicher und rutschfest sind. Die Abdeckungen dürfen keine scharfen Kanten haben.
Hier ist meist weniger Sog gefragt, um Badegäste zu schützen. Die Gitter sind oft größer, damit das Wasser besser zirkuliert.
Mindestens zwei Bodenabläufe sind sinnvoll: einer im Schwimmbereich, einer in der Regenerationszone. So bleibt das Wasser für Schwimmer und Pflanzen gut.
Planung und Dimensionierung im Koiteichbau
Wie viele Bodenabläufe Sie brauchen und wo sie sitzen, entscheidet darüber, wie sauber Ihr Teich bleibt. Berücksichtigen Sie die Größe, Form und Strömung im Teich. Nur wenn Abläufe, Skimmer und Rückläufe zusammenpassen, läuft’s rund.
Anzahl und Positionierung der Bodenabläufe
Pro 10 bis 15 Quadratmeter Teichfläche reicht meist ein Bodenablauf. Bei größeren Teichen ab 20 Quadratmetern sind zwei oder mehr Abläufe besser.
Setzen Sie die Abläufe immer an die tiefsten Stellen. Da sammelt sich der Schmutz automatisch. Bei rechteckigen Teichen am besten etwa ein Drittel von den Enden entfernt.
Der Ablauf sollte mindestens 40 Zentimeter Durchmesser haben. Bei vielen Fischen oder großen Teichen gehen auch 50 oder 63 Zentimeter. Zwei Bodenabläufe sollten nicht weiter als 5 Meter auseinanderliegen.
Ecken und Randbereiche sind ungünstig, da kommt die Saugkraft kaum hin. Lieber zentral platzieren, wo die Strömung gut hinkommt.
Zusammenspiel mit Strömung und Teichform
Bodenabläufe erzeugen einen Sog, der Schmutz zur Mitte zieht. Die Rücklaufdüsen sollten so sitzen, dass sie eine kreisförmige Strömung machen – das hilft, alles zum Ablauf zu bringen.
In runden oder ovalen Teichen reicht oft ein zentraler Ablauf. Rechteckige oder L-förmige Teiche brauchen mehrere, sonst bleiben tote Zonen. Die Tiefe sollte zum Ablauf hin um etwa 5 bis 10 Grad abfallen.
Beim Bau am besten ein leichtes Gefälle von allen Seiten zum Ablauf einplanen. 2 bis 3 Prozent reichen schon. Flache Stellen unter 80 Zentimeter Tiefe sind ungünstig, da bleibt der Dreck einfach liegen.
Koordination mit Skimmern und Rückläufen
Skimmer holen den Oberflächenschmutz raus, während Bodenabläufe den Dreck vom Grund entfernen. Für einen wirklich sauberen Koiteich braucht’s einfach beide Systeme. Die Pumpenleistung sollte für beide reichen.
Am besten teilen Sie die Pumpenleistung so auf: 60 bis 70 Prozent für die Bodenabläufe, 30 bis 40 Prozent für die Skimmer. So klappt die Reinigung auf allen Ebenen ganz gut.
Rücklaufdüsen bringt man gegenüber den Bodenabläufen an. Das Wasser sollte dabei möglichst waagerecht über den Teichboden strömen. Zwei Rückläufe sind bei zwei Bodenabläufen das Minimum. Die Strömung am Boden? Idealerweise zwischen 0,2 und 0,3 Meter pro Sekunde.
Installation und Nachrüstung von Bodenabläufen
Einen Bodenablauf einzubauen braucht schon etwas Planung und handwerkliches Geschick. Am einfachsten ist es während der Bauphase, aber es geht auch später noch – wenn auch mit mehr Aufwand.
Montage während des Teichbaus
Der beste Zeitpunkt für den Einbau ist beim Bau des Koiteichs. Der Ablauf sollte an die tiefste Stelle, damit Schmutz und Sedimente durch die Schwerkraft dorthin wandern.
Sie starten mit dem Ablaufrohr, das in die Teichgrube kommt. Das Rohr braucht ein Gefälle von mindestens 2% Richtung Filtergraben oder Pumpenkammer. Achten Sie darauf, dass keine Knicke oder Luftblasen entstehen.
Der Flansch vom Bodenablauf wird direkt auf dem verdichteten Untergrund befestigt. Eine Schutzmatte kommt drauf, dann die Teichfolie. Die Folie wird zwischen den beiden Flanschen eingeklemmt und mit Schrauben verschlossen.
Eine dichte Verbindung ist hier superwichtig. Spezielle Dichtungen helfen, und die Schrauben sollten Sie gleichmäßig und kreuzweise anziehen.
Optionen für nachträglichen Einbau
Nachträglich einen Bodenablauf einzubauen ist schon eine größere Sache. Der Teich muss meist zumindest teilweise leer, und die Fische brauchen ein Übergangsquartier.
Methode 1: Die Folie an der tiefsten Stelle aufschneiden und einen neuen Bodenablauf einsetzen. Das Abdichten der Folie am Flansch ist hier der Knackpunkt.
Methode 2: Einen Skimmer-Bodenablauf mit flexiblem Schlauch einbauen. Das ist weniger aufwendig, aber auch nicht ganz so effektiv.
Gerade bei Schwimmteichen kann es Sinn machen, mehrere kleinere Abläufe an verschiedenen Tiefpunkten zu verteilen. So erwischt man mehr Schmutz.
Die Kosten für eine Nachrüstung sind spürbar höher als beim Neubau, weil einfach mehr Arbeit dahintersteckt.
Typische Fehler bei der Installation
Ein häufiger Fehler: die falsche Positionierung des Bodenablaufs. Liegt er nicht an der tiefsten Stelle, bleibt viel Schmutz liegen. Auch ein falsches Gefälle des Bodens ist ein Problem.
Viele nehmen zu kleine Rohrdurchmesser. Für Koiteiche sollten es mindestens 110 mm sein, sonst wird der Durchfluss zum Nadelöhr.
Undichte Flanschverbindungen entstehen oft, wenn Schrauben nicht gleichmäßig angezogen werden. Am besten immer kreuzweise und in mehreren Runden festziehen.
Oft fehlt auch das nötige Gefälle bei den Rohren. Mindestens 2% braucht’s, sonst bleibt der Dreck einfach liegen. Zu enge Kurven oder spitze Winkel (über 45 Grad) behindern den Durchfluss und machen schnell Ärger mit Verstopfungen.
Effiziente Filtertechnik und Wartung
Ein Bodenablauf bringt nur dann was, wenn er mit passender Filtertechnik kombiniert ist und regelmäßig gewartet wird. Die Auswahl des richtigen Teichfilters, die Steuerung des Durchflusses und eine sinnvolle Wartungsroutine sind entscheidend für die Wasserqualität.
Verbindung zum Teichfilter und Filtertypen
Der Bodenablauf leitet das Wasser direkt zum Filter. Dafür nimmt man Rohre mit mindestens 110 mm Durchmesser.
Diese Filtertypen passen gut zu Bodenabläufen:
- Mehrkammerfilter: Das Wasser durchläuft mehrere Kammern und wird stufenweise gereinigt.
- Trommelfilter: Rotierende Trommeln mit feinem Sieb halten Schmutz zurück.
- Beadfilter: Kunststoffperlen bieten biologische und mechanische Filterung.
- Schwerkraftfilter: Funktionieren ohne Pumpe, das Wasser fließt durch Gefälle.
Die Filterleistung muss zum Teich passen. Bei 10.000 Litern Teichvolumen sollte der Filter mindestens 15.000 Liter pro Stunde schaffen.
Einsatz von Zugschiebern und Regelung des Durchflusses
Mit Zugschiebern lässt sich der Durchfluss durch den Bodenablauf genau steuern. Man baut sie direkt am Bodenablauf oder am Filter ein.
So kann man bei mehreren Abläufen die Wassermenge für jeden Bereich anpassen. Das ist praktisch, wenn manche Zonen stärker verschmutzen als andere.
Ein halb geschlossener Zugschieber erhöht den Druck im System. Dadurch wird die Sogwirkung am Ablauf stärker. Die Position des Zugschiebers beeinflusst also direkt, wie gründlich gereinigt wird.
Bedeutung des Endlosbandfilters im Koiteich
Der Endlosbandfilter arbeitet als mechanischer Vorfilter zusammen mit dem Bodenablauf. Ein Band läuft kontinuierlich und fängt Schmutz ab, bevor das Wasser zur biologischen Filterstufe kommt.
Das Ganze läuft vollautomatisch. Ein Sensor misst, ob das Band verschmutzt ist, und startet dann die Reinigung. Der Schmutz landet direkt im Abwasser.
Für Koiteiche ist so ein Endlosbandfilter echt praktisch. Er filtert Partikel bis runter auf 30 Mikrometer und schützt so die weiteren Filter vor Verschlammung. Die biologische Filterung läuft dadurch zuverlässiger und mit weniger Stress bei der Wartung.
Wartung und Pflege von Bodenabläufen
Den Bodenablauf sollte man am besten jede Woche checken. Schauen Sie nach, ob Laub, Algen oder anderer Kram das Gitter blockieren, und entfernen Sie alles sofort.
Regelmäßige Wartungsarbeiten:
- Gitterabdeckung reinigen (wöchentlich)
- Zugschieber auf Gängigkeit prüfen (monatlich)
- Rohrleitungen auf Ablagerungen prüfen (vierteljährlich)
- Dichtungen am Ablauf kontrollieren (halbjährlich)
Die Leitungen zwischen Bodenablauf und Filter spült man am besten zweimal im Jahr durch. Dafür den Zugschieber ganz öffnen und die Pumpenleistung kurz erhöhen – das löst Ablagerungen.
Im Winter kann man die Wartung etwas ausdünnen, wenn die Koi ruhiger sind. Trotzdem sollte der Bodenablauf das ganze Jahr laufen, damit sich kein Schmutz ansammelt.
Sicherheits-, Umwelt- und Technikhinweise
Beim Einbau von Bodenabläufen gibt’s ein paar wichtige Punkte zu beachten. Die Sicherheit der Koi steht immer an erster Stelle, dann kommt die Materialwahl und die Technik.
Schutz der Fische und Sicherheitsaspekte
Der Bodenablauf braucht ein Schutzgitter mit möglichst kleinen Maschen. Ohne Gitter können kleine Koi in den Ablauf gesaugt werden – das will wirklich niemand.
Die Maschenweite sollte höchstens 6-8 mm betragen. Das Gitter muss stabil sein, damit es auch bei starker Strömung nicht nachgibt. Reinigen Sie das Schutzgitter regelmäßig, sonst lässt die Leistung der Pumpe nach.
Die Saugkraft der Pumpe darf nicht zu hoch sein. Zu starke Strömung stresst die Fische. Am Bodenablauf sollte die Strömung gleichmäßig und nicht zu kräftig sein.
Richtige Materialauswahl und Dichtheitsprüfung
Nehmen Sie nur Materialien, die für Teiche freigegeben sind und keine Schadstoffe abgeben. PVC-Klebeverbindungen müssen für dauerhaften Wasserkontakt geeignet sein.
Geeignete Materialien:
- Teichfolie aus EPDM oder PVC
- Flansch aus Kunststoff oder Edelstahl
- Spezialkleber für Teichfolie
- Druckfeste Rohre
Vor dem ersten Befüllen sollte eine Dichtheitsprüfung gemacht werden. Füllen Sie Wasser in die Leitungen und prüfen Sie alle Verbindungen auf Lecks. Eine undichte Stelle ist später richtig ärgerlich.
Geklebte Verbindungen sollten mindestens 24 Stunden aushärten. Die Herstellerangaben für Trocknungszeiten sind hier Gold wert.
Datenschutz und Cookies auf Teichbau-Websites
Viele Websites zum Thema Bodenablauf setzen Cookies ein, um Daten zu sammeln. Diese kleinen Textdateien speichern Infos über Ihr Surfverhalten.
Sie müssen der Nutzung von Cookies zustimmen. Seriöse Seiten zeigen beim ersten Besuch ein Cookie-Banner, wo Sie auswählen können, was erlaubt ist.
Unverzichtbare Cookies sorgen zum Beispiel dafür, dass der Warenkorb funktioniert. Marketing-Cookies verfolgen Ihr Surfverhalten für Werbung. Sie können Marketing-Cookies ablehnen und trotzdem die Website nutzen.
Frequently Asked Questions
Die richtige Planung und Installation eines Bodenablaufs braucht Wissen über Größe, Anzahl, Materialien und Technik. Die folgenden Fragen helfen Ihnen, die wichtigsten Entscheidungen für Ihren Koiteich zu treffen.
Welche Größe sollte ein Bodenablauf für einen Koiteich haben?
Meistens nimmt man für einen Koiteich einen Bodenablauf mit 110 mm Durchmesser. Ab einer Teichgröße von 50.000 Litern lohnt sich aber eher ein Ablauf mit 160 mm. Das hängt natürlich auch davon ab, wie stark die Pumpe ist und wie viel Wasser im Spiel ist. Wenn der Ablauf zu klein gewählt wird, kann das Wasser nicht richtig durch und der Filter arbeitet nicht optimal.
Wie viele Bodenabläufe sind für einen Koiteich optimal?
Für Teiche bis etwa 20.000 Liter reicht ein einzelner Bodenablauf meistens völlig aus. Liegt das Volumen zwischen 20.000 und 50.000 Litern, sollten Sie besser zwei Abläufe einplanen. Bei noch größeren Teichen – also mehr als 50.000 Liter – werden drei oder mehr sinnvoll. Wichtig ist vor allem, dass die Abläufe an den tiefsten Stellen eingebaut werden. So kann sich kein Schmutz ansammeln, der dann einfach liegen bleibt.
Welche Art von Filterung ist für einen Koiteich mit Bodenablauf zu empfehlen?
Ein Mehrkammersystem mit mechanischer und biologischer Filterung ist für Koiteiche eigentlich immer eine gute Wahl. In die erste Kammer kommt am besten eine Absetzkammer, damit grobe Partikel, die vom Bodenablauf kommen, gleich rausgefiltert werden.
Trommelfilter oder Vliesfilter sind ziemlich effektiv, wenn es um feine Schwebstoffe geht. Danach ist ein biologischer Filter nötig, der Schadstoffe im Wasser abbaut.
Wie wird ein Bodenablauf im Koiteich korrekt installiert?
Der Bodenablauf sollte unbedingt vor dem Verlegen der Teichfolie eingebaut werden. Dafür schneidet man ein Loch in die Folie und befestigt den Flansch mit dem passenden Dichtring. Die Rohre sollten mit mindestens 2% Gefälle zum Filter verlegt werden – sonst läuft das Wasser nicht richtig ab. Am besten nimmt man KG-Rohre und achtet darauf, dass keine Luftblasen in der Leitung bleiben.
Ganz wichtig: Der Ablauf gehört an den tiefsten Punkt im Teich. Die Sohle sollte leicht schräg – etwa 5 bis 10 Grad – zum Ablauf hin abfallen.
Welches Material sollte für einen Bodenablauf in einem Koiteich verwendet werden?
Hochwertige Bodenabläufe bestehen meist aus PVC oder ABS-Kunststoff. Die sind ziemlich robust, UV-beständig und halten auch Frost gut aus. Für die Dichtungen empfiehlt sich EPDM-Gummi. Schrauben aus Edelstahl sind ratsam, damit später nichts rostet und alles lange hält.
Wie kann ich einen Bodenablauf im Koiteich winterfest machen?
Eigentlich müssen Sie den Bodenablauf im Winter gar nicht abschalten, solange Ihr Teich tief genug ist. In Deutschland gilt eine Tiefe von mindestens 80 cm als frostfrei – das ist sozusagen die magische Grenze.
Wenn die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen, stellen Sie die Pumpe einfach auf eine niedrige Stufe. So bleibt das wärmere Wasser am Teichgrund und wird nicht unnötig nach oben befördert.
Bei flacheren Teichen sieht’s anders aus: Hier sollten Sie besser alles entleeren und die Technik frostsicher einlagern. Verschlusskappen abnehmen, Wasser aus den Leitungen laufen lassen – klingt aufwendig, aber so vermeiden Sie böse Überraschungen im Frühling.